Mit dem 18-jährigen Bündner Aleksandar Mladenovic steht ein weiteres FCO-Talent kurz vor dem Schritt zur Profikarriere. Die Träume scheinen nun endlich zum Greifen nah zu sein. Derzeit muss sich der Stürmer in Trainings und Testspielen mit der ersten Mannschaft vom FCSG beweisen und zur Schau stellen, dass er dem Profifussball in der Schweiz gewachsen ist.

Im ersten Testspiel zur Vorbereitung auf den Re-Start der Super League, konnte Mladenovic sein Debut mit den FCSG-Profis bereits feiern. Er wurde für die zweite Halbzeit von Cheftrainer Peter Zeidler auf den Rasen im kybunpark geschickt. Furchtlos, unaufgeregt und mit einer Portion Spielwitz trat der Bündner auf. Ein gelungener Einstand, welcher beinahe mit einem Skorerpunkt gekrönt worden wäre. Mit der Hacke legte er wunderbar auf Tim Staubli ab, welcher jedoch die grosse Möglichkeit aus wenigen Metern ausliess.

Von Thusis nach St. Gallen

Obwohl das Debut ohne Torerfolg oder Vorlage für ihn endete, ging für ihn sicherlich ein Traum in Erfüllung. Noch bei seinem Stammverein wird er nicht an diesen Moment geglaubt haben.

Die FCO-Verantwortlichen vom Team Südostschweiz, dem Bündner FCO-Stützpunkt, entdeckten den Mittelstürmer beim FC Thusis-Cazis. Seit dem Sommer 2017 läuft der robuste Offensivspieler für den Nachwuchs vom FC St.Gallen auf und gehörte letzte Saison zum U21-Team. Der 18-jährige schweizerisch-serbische Doppelbürger lief dazu auch bereits für die U17-Nachwuchs-Nationalmannschaft von Serbien auf. Nach dem einen Aufgebot folgte jedoch keins mehr.

Ligastatistiken sagen nicht alles aus

Wenn man die Statistiken von Mladenovic in der abgebrochenen 1. Liga-Saison betrachtet, wäre er wohl nicht direkt auf dem Schirm von Alain Sutter gelandet. Er kam neun Mal zum Einsatz und konnte dabei zwei Treffer verzeichnen. Schaut man jedoch auch andere Spiele oder Turniere von ihm an, wie beispielsweise das internationale Fussballturnier in Mulfingen DE, so versteht man schnell warum der Bündner heute da steht, wo er ist. Damals hat Mladenovic mit fünf von acht Treffern gegen Teams wie Bayer Leverkusen, Eintracht Braunschweig und Augsburg, seine U21 fast im Alleingang in die KO-Runde geschossen. Eindrücklich!

Ob er morgen beim zweiten Testspiel gegen den FC Aarau auch zum Einsatz kommen wird, weiss bis jetzt wahrscheinlich nur Peter Zeidler.