Er beschreibt sich als Familienmensch, der gerne Zeit mit seinen sechs Geschwistern verbringt. «Wir haben ein gutes Verhältnis untereinander und unternehmen gerne Dinge miteinander. Es ist auch schön, wie sie mich alle unterstützen und Fans von mir geworden sind», sagt Federico Crescenti. Doch nicht nur seine Familie ist Fan vom ihm. Auf Instagram folgen dem 15-Jährigen 1228 Personen. Ob es viele weibliche Personen sind oder nicht, interessiert den FCSG-Nachwuchsspieler nicht. «Seit der Oberstufe habe ich eine Freundin, die mich bei allem unterstützt und immer für mich da ist. Für andere Frauen habe ich keine Augen», sagt der FCO-Stürmer. Doch nicht nur privat läuft es dem talentierten Fussballer sehr gut. Auf dem Rasen zieht er die Blicke auch auf sich. Sogar ein Sportartikelhersteller ist auf ihn aufmerksam geworden.

«Ich will nur Fussball spielen.»

Federico Crescenti, genannt «Fede», kann mit 15 Jahren bereits einen Sponsoring-Vertrag mit dem Sportartikelgiganten Puma vorweisen. «Ich bekomme gratis zwei Paar Fussballschuhe von Puma, wenn sie ein neues Modell auf den Markt bringen, und darf für ein gewisses Budget andere Artikel kostenfrei beziehen», sagt der junge Mittelstürmer. Alles, was er dafür tun muss, ist Fotos von sich und den Puma-Artikeln auf Social Media zu posten.

Das Schuhwerk scheint ihm gut zu passen, denn er erzielt mit diesem Tore am Laufmeter. Nach der Vorrunde der laufenden Saison steht er bereits bei 23 Treffern. Der Rekord von 47 Toren könnte also ins Wanken geraten. «Dass ich für den Fussball fast die gesamte Freizeit opfern muss, ist mir egal», sagt der gebürtige Österreicher. Auf die Frage hin, warum er die Stürmerposition bevorzugt, sagt Crescenti: «Ich gehörte von Klein auf stets zu den schnellsten. Ich fühle mich vor dem gegnerischen Tor am wohlsten.»

In der U17-Nati noch kein Tor

Sein Erfolgsgeheimnis fürs Erzielen von Goals lautet: Immer daran glauben. «Man darf vor dem Tor nicht überlegen, wohin man schiesst. Der erste Gedanke ist immer der Beste. Das wichtigste am ersten Gedanken ist, dass man keine Zeit verliert, in der man eingeholt werden oder einen Fehler machen könnte», erklärt der U16-Topscorer.

Mit der U17-Nationalmannschaft der Schweiz weilte er vergangene Woche in Valencia. Seiner Leidenschaft, dem Toreschiessen, konnte er bislang in U17-Länderspielen noch nicht nachkommen. «In der Nati spiele ich eine etwas defensivere Position. Meist werde ich auf dem rechten oder linken Flügel eingesetzt», sagt der Nachwuchsinternationale. Auf dieser Position fühlt er sich nicht gleich wohl wie in der Sturmspitze, doch er ist sich bewusst, dass ein Spieler heute polyvalent einsetzbar sein sollte.

 
"Fede" über Stürmer und den FCSG.