Bald startet die AXA Women’s Super League. In der höchsten Spielklasse im Schweizer Frauenfussball rollt der Ball am 13. August wieder. Die Frauen vom FC St.Gallen-Staad empfangen die Damen vom Grasshopper Club Zürich. Es wird das erste Spiel der Saison und auch das erste Spiel unter dem neuen Namen AXA Women’s Super League. Diesem Anlass entsprechend findet das Spiel im kybunpark, dem Stadion vom FCSG statt. Dazu wird das Spiel im nationalen Fernsehen übertragen.

Ein guter und wichtiger Schritt in Richtung der Professionalisierung im Frauenfussball, welche im Vergleich zum umliegenden Ausland hinterher hinkt.

Eine Spielerin, die man eigentlich auf der Seite der Ostschweizerinnen kennt, wird für den Zürcher Verein auflaufen. Jessica Schärer hat sich diesen Sommer für einen Wechsel nach Niederhasli entschieden und wird somit am Donnerstag gegen ihre alten Teamkolleginnen antreten. Doch in St. Gallen ist man gewappnet. Die Vorbereitung war ein Erfolg und man darf mit Selbstvertrauen in die neue Saison starten.

Erfolgreiche Testspiele

Bislang hat das Team rund um Captain Karin Bernet fünf Testspiele absolviert und vier davon gewinnen können. Dabei blieb das Team vier Mal ohne Gegentreffer. Man hat auch gegen ein FCO-Jungs-Team getestet. Die Frauen empfingen im Gründenmoos die U15 vom Team Liechtenstein und dominierten das Spiel von Anfang an. «Gegen Jungs zu spielen ist für uns immer spannend, weil sie körperlich einfach robuster sind, härter spielen und sicherlich auch technisch gut sind. Wir möchten, sofern es möglich ist, bei den Testspielen auch gegen verschiedene Gegner testen», sagt Sandra Egger, die Co-Sportchefin des Teams. Gleich mit 4:0 setzten sich die Frauen durch und liessen den Jungs aus dem Liechtenstein kaum eine Chance. Der Sieg hätte auch höher ausfallen können.

Vor dem letzten Test morgen gegen die Frauen vom FC Rapperswil-Jona aus der Nationalliga B, erspielte sich die Zwyssig-Truppe ein Torverhältnis von 20:2. Eine starke Leistung des jungen Teams, welches im Sommer doch die eine oder andere personelle, Veränderung durchgemacht hat.

Zukunftsaussichten

«Wir haben viele junge, hungrige und talentierte Spielerinnen dazubekommen. Wir hoffen, dass sie unbekümmert aufspielen werden und dass sie sich in unser bestehendes Teamgefüge gut einfinden, so dass wir ein breiteres Kader haben. Mit Victoria Bischof konnten wir noch zusätzliche Erfahrung dazu gewinnen», erklärt die andere Co-Sportchefin Patricia Willi.

Auf die Frage hin, wie sich das Team sportlich entwickelt hat, gaben die beiden Sportcheffinnen folgende Antwort: «Es ist jede Saison so verschieden und ein Vergleich ist schwierig. Nach der langen Corona-Vorbereitung sowieso. Es gibt in einem Team laufend Dinge die verbessert oder optimiert werden müssen. Jedoch ist es für uns am wichtigsten, dass alle Spielerinnen fit und gesund sind und mit voller Freude am 13.8 starten.»

Auch träumt man im Fanionteam der Frauen nicht vom ganz grossen Coup diese Saison. Man bleibt bodenständig und realistisch. Das Team ist im Vergleich zu den anderen sehr jung und besteht beinahe komplett aus eigenen Nachwuchsspielerinnen. Dies entspricht der Philosophie des FCO, macht die Aufgabe jedoch nicht leichter. Sandra Egger und Patricia Willi sind sich einig, dass der Ligaerhalt das klare Saisonziel verkörpert.